Goldstaub - Der Zwanziger Jahre  Podcast

Goldstaub - Der Zwanziger Jahre Podcast

Folge 28 - "Ich bin in Dein Parfum verliebt". Düfte der Zwanziger Jahre

Folge 28 - "Ich bin in Dein Parfum verliebt". Düfte der Zwanziger Jahre

Else und Arne entführen euch diesmal in die Welt der Düfte. Parfüms sind in den 20er Jahren immer mehr in der breiten Gesellschaft angekommen. Welche Klassiker aus der Zeit begeistern uns heute noch? Was trug Josephine Baker, welches Parfüm ließ sich Charlie Chaplin nach Amerika liefern und welchen Düften vertraute Marlene Dietrich? Unsere Reise geht vor allem natürlich nach Paris, wo nicht nur Chanel Nº5 das Licht der Welt erblickte. Überraschender ist ein kleiner Abstecher nach Moskau. Und was ist mit Berlin?
Drei Experten stehen uns zur Seite: Lutz Hermann stellt uns mit Schwarzlose eine Berliner Traditionsmarke vor, die er wieder zum Leben erweck hat. Louis-Olaf von Fersen beglückt uns mit einer kleinen Parfümkunde und präsentiert seine Lieblingsdüfte. Und Ferdinand Sturm hat uns einige faszinierende Duftgeschichten mitgebracht. Dazu gibt es auch Musikalisches zum Thema Duft. Wir duften jedenfalls nach dieser Folge so verführerisch wie noch nie!

Folge 27 – Ein Ausflug nach St. Liederlich. Nachtleben in Hamburg

Mit dem „Fliegenden Hamburger“ fahren Else und Arne in die Hansestadt und stürzen sich in das Nachtleben auf St. Pauli. Sie begeben sich in Etablissements, wo Tiere im Mittelpunkt stehen, werden konfrontiert mit erotischen Angeboten, treffen auf allerhand Bayerisches und entdecken zu ihrer Überraschung auch eine Chinatown. Natürlich geht es auch in die Große Freiheit, wo am Ende eine rauschende Boheme Sauvage gefeiert wird. Kann das Hamburger Nachtleben vielleicht sogar mit Berlin mithalten? Begleitet und geholfen haben uns bei unserem Abstecher nach „St. Liederlich“ Reinhard Otto, Experte für Amusement in Hamburg, mal wieder Lars Amenda, diesmal als China-Experte und auch Stephan Wuthe kennt sich nicht nur in Berlin aus. Zum Schluss hat uns ein weiterer Gast noch eine ganz besondere Freude bereitet….

Folge 26 - Von Festverkehr, Stehaufmännchen und Weihnachtsscherzen

Else und Arne feiern Weihnachten. Besinnlich, nicht immer fröhlich, aber häufig kurios und dann auch scherzhaft sind wir unterwegs durch ein Jahrzehnt mit sehr wechselhaften Feststimmungen. Wir entdecken dabei vergessene Weihnachtgebräuche, beobachten die Landgeborenen bei ihrer Heimfahrt, begegnen reich beschenkten Schupos und kreativen Geschenkedieben. Doris, das kunstseidene Mädchen, erlebt Weihnachten leider ohne Glanz. Dafür genießen einige dank der Weihnachtsscherze ein lustiges Fest. Natürlich haben auch unsere Lieblinge, Kurt Tucholsky und Erich Kästner, etwas zu Weihnachten zu sagen und die Comedian Harmonists besingen die Stille Nacht.
Als Gäste unterstützen uns Robert und Jan vom Podcast „Auf den Tag genau“. Sie berichten uns, was die Menschen vor genau hundert Jahren anlässlich der Weihnachtstage bewegt hat. Wir wünschen ein Frohes Fest und einen guten Jahresausklang.

Folge 25 - Die Spielwiese der Moderne. Mit dem Kulturzug nach Breslau.

Else und Arne gehen auf Reise. Zum einjährigen Goldstaub-Jubiläum bewegen wir uns mit dem Kulturzug nach Breslau. Das heutige Wroclaw, Kulturhauptstadt des Jahres 2016, hat eine faszinierende deutsch-polnische Geschichte. Wir treffen dort auf alte Berliner Bekannte wie die Architekten Hans Poelzig, Hans Scharoun und Erich Mendelsohn und besichtigen ihre grandiosen Hinterlassenschaften. Denn Breslau war ein Experimentierfeld und eine Spielwiese für moderne Architektur. Kaufhäuser in großer Fülle, eine Jahrhunderthalle und eine Mustersiedlung und mysteriöse Hieroglyphen begegnen uns sowie das „Bauhaus vor dem Bauhaus“. Auch am Abend hatte und hat die Stadt Einiges zu bieten. Und natürlich fällt auch Kurt Tucholsky Geistreiches zu Breslau ein. Lilian Harvey und Willy Fritsch singen für uns, die Schlesische Funkstunde setzt ihren besten Humoristen ein und das Pendant von Gereon Rath in Breslau, Eberhard Mock, deckt so einige Mordfälle auf. Unterstützt wurden wir bei unserem Reisebericht von den ArchitektInnen Konstanze Beelitz und Niclas Förster sowie von der Illustratorin Kat Menschik.

Folge 24 - Razzia! Hände hoch! Mit Leo Heller durch die Unterwelt Berlins

Kaum einer kannte die Berliner Unterwelt besser als er: Leo Heller, Schriftsteller und Reporter, gebürtiger Wiener. Immer wieder zog es ihn in düstere Kaschemmen und Verbrecherlokale, häufig begleitete er die Polizei bei einer ihrer zahlreichen Razzien. Ende August sind seine Milieustudien neu aufgelegt worden: Berliner Razzien. Reportagen aus der Unterwelt der 1920er Jahre heißt das von Bettina Müller herausgegebene Buch aus dem Elsengold-Verlag. Wir haben es begeistert gelesen und begeben uns mit Leo Heller in dunkle und vielleicht auch gefährliche Viertel der Stadt, begegnen Apachen-Adolf, Cognac-Betty und Stiefeletten-Else, werden Zeuge, wie eine illegale Spielhöhle ausgehoben wird und entdecken eine Leiche. Dabei unterstützen uns Sophia Brickwell und Dirk Rave, die einen wichtigen (musikalischen) Beitrag zur Wiederentdeckung von Leo Hellers Schriften, Gedichten und Liedern geleistet haben. Stephan Wuthe ist endlich auch wieder zu Gast bei Goldstaub, Polizei-Experte Frank Stürmer erklärt uns, wie eine Razzia abläuft und Fräulein Lambers beglückt uns mit einem selten gewordenen Wort.

Folge 23 - Sonderfolge - Mit der Zeitmaschine in die 20er Jahre

Zeitreisen, zurück in die 20er Jahre, ist das möglich? Else und Arne versuchen es. Mit einer modernen Zeitmaschine begeben wir uns in das Jahr 1928. Es geht direkt in die Mitte Berlins, ans Brandenburger Tor. Möglich macht das „Virtual Reality“ und das Projekt "20s BERLIN" der Firma Timetravel. Peter Langer und Dr. Benedikt Göbel sind bei uns und erzählen von ihrem Projekt. Wir begegnen dabei verschiedenen faszinierenden Figuren, schnellen Fahrzeugen - und uns selbst! Zumindest unseren Stimmen.
Wie diese Zeitreise entstanden ist, wie der Drehbuchautor von "Fabian", Constantin Lieb, dazu gestossen ist und wie das Projekt weitergehen wird, erfahrt ihr in dieser Sonderfolge. Wir sehen uns am Pariser Platz!

Folge 22 - Fabian - Buch und Film

Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit…sagt Fabian in dem Film „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf. Der Großstadtroman von Erich Kästner aus dem Jahr 1931 und die Neuverfilmung sind Thema unserer neuen Folge. Und damit ein Lieblingsbuch sowie ein Film, der das große Potential zu unserem Lieblingsfilm hat.
Zu Gast ist zunächst der Literaturwissenschaftler Michael Bienert, mit dem wir über die verschiedenen Fassungen des Romans, über den Begriff des Moralisten sowie die Bedeutung der Erotik in Fabian sprechen. Dann verraten uns Produzent Felix von Böhm sowie Drehbuchschreiber Constantin Lieb, warum Fabian einer der schönsten Liebesfilme der letzten Jahre ist, wie die eindrucksvolle Anfangssequenz entstanden ist, warum Berlin auch mal durch Görlitz gedoubelt wird, was die Musik mit dem Film macht und vieles mehr. Und am Ende wollen wir nur noch ins Kino!

Folge 21 - Irmgard Keun und das kunstseidene Berlin

Doris will ein Glanz werden, ganz oben. Gerne auch ohne viel Tun. Ihr Ziel ist Berlin. Gilgi dagegen will mit ehrlicher Arbeit nach vorne kommen, aber das Leben hat etwas anderes mit ihr vor.
Uns begegnen zwei typische Frauen der Zwanziger Jahre, Protagonistinnen in zwei Schlüsselromanen der Zeit. Beide sind aus der Feder von Irmgard Keun: "Gilgi, eine von uns" (1931) und "Das kunstseidene Mädchen" (1932).
Wir stellen die wunderbaren Werke vor, beschäftigen uns mit dem wechselhaft-drastischen Leben der Autorin Irmgard Keun, den biografischen und literarischen Orten und bewundern ihren Sprachwitz, ihre kreativen Wortschöpfungen.
Dabei helfen uns zwei Gäste. Es sind die Schauspielerin Fritzi Haberlandt, die eine enge Bindung zu den Texten von Irmgard Keun hat, sowie der Literaturwissenschaftler Michael Bienert, der kürzlich ein Buch über die Schriftstellerin geschrieben hat.

Folge 20 - Picknick mit Menschen am Sonntag

An sommerlichen Sonntagen flieht der Berliner zumeist aus der hektischen und verkehrsumtosten Großstadt und begibt sich ins Grüne. So auch wir: Else und Arne machen eine Landpartie! Wir sind zu Gast auf einem Vintage-Picknick, wo sich eine erlesene Runde von 50 Gästen zum Schlemmen, Trinken, Töttern, Tanzen, Schwimmen und Genießen zusammengefunden hat. In unserer Goldstaub-Laube laden wir zum Plaudern ein und treffen dabei Bonvivants jeglicher Couleur: einen Möbelrestaurator, einen Schallplattenunterhalter, die Gastgeberin, einen Musiker, einen Innendekorateur, eine Badeanzugstrickerin und zahlreiche weitere 20er-Jahre-Enthusiastinnen. Alle haben viel zu erzählen... und vor unseren Augen spielt sich eine neue und sehr bunte Version des Films "Menschen am Sonntag" ab.

Folge 19 - Asta, Ruth, Clärenore, Julie und Valeska

Die eine ist als erste Frau mit ihrem Auto um die Erde gefahren. Die andere war der erste weibliche Filmstar und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Film vom Jahrmarktsvergnügen zu Kunst wurde. Eine weitere gilt als das erste deutsche It-Girl und konnte sich durch den Erfolg ihrer Feuilleton-Artikel einen Adler (Automobil) leisten. Die Kochbücher von einer anderen, garniert mit Ratschlägen für die junge Dame, haben einige der „Neuen Frauen“ vielleicht nicht goutiert, aber sie waren in zahlreichen Haushalten zu finden. Und die letzte in der Reihe war eine künstlerische Allrounderin – Tanz, Film, Theater, Pantomime, Kabarett – aber vor allem war sie unangepasst und grotesk.
Asta Nielsen, Ruth Landshoff, Clärenore Stinnes, Valeska Gert, Julie Elias: Wir haben fünf Frauen der Weimarer Republik ausgewählt, die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich waren. Wir haben in ihren Biographien gestöbert und lassen voll Bewunderung Stationen ihrer Leben Revue passieren.